Fosway Research - COVID-19 HR Questions - Infographic

COVID-19 Studie
Fosways Erste Perspektive

Personaldaten werden aktuell mehr denn je benötigt, um geschäftskritische Entscheidungen im Hinblick auf Mitarbeiter, Jobs und die Kontinuität des Geschäfts zu treffen. Angesichts der Corona-Pandemie sind viele Unternehmen verständlicherweise im Krisenmodus und wir hoffen, mit einer Blitzstudie den Personalbereichen einige praktische Einblicke in diesen herausfordernden Zeiten bieten zu können. Unsere Studie zeigt, dass HR mit wichtigen Fragen des Managements konfrontiert wird - die Herausforderung dabei ist, dass weder die Tools noch die Daten verfügbar sind, um sie schnell und mit wiederkehrender Regelmäßigkeit zu beantworten.

Diese Blitzstudie zeigt wie nützlich und flexibel HR Softwarelösungen in der Realität sind. Ein wichtiges Thema, das bisher unter dem Radar der COVID-19 Berichterstattung geblieben ist und einiges an Gewicht bei der Frage trägt, wie schnell die Wirtschaft wieder hochgefahren werden kann.

Einige Schlaglichter der Studie

  • Es überrascht nicht, dass bei 100% der befragten HR-Abteilungen die COVID-19 Pandemie einen Einfluss auf die operative Personalarbeit hat. Allerdings ist das Verfolgen der Auswirkungen der Pandemie alles andere als einfach. Nur ein Viertel der Befragten hat es leicht gefunden wichtige Kenngrößen zusammenzutragen, z.B. in Bezug auf die genaue Zahl der Mitarbeiter die sich im Home Office, in Selbstisolation oder in stationärer Behandlung im Krankenhaus befinden.
  • Etwas mehr als die Hälfte (57%) nutzt ihr zentrales HR System, um die Auswirkungen der Krise zu verfolgen. 40% vertrauen auf altbewährte Tabellenkalkulationsprogramme, wobei schwerpunktmäßig die Führungskräfte für das Sammeln dieser Daten in ihren Teams verantwortlich sind. 80% der Organisationen verlassen sich in einem manuellen Erfassungsprozess auf die Eingaben ihrer Führungskräfte, nur 23% bieten Mitarbeitern entsprechende Self-Service-Formulare an.
  • 71% sind der Meinung, dass bestehende HR-Softwarelösungen nur stark eingeschränkt in der Lage sind, die entsprechenden Daten zur Verfügung zu stellen.
  • Besorgniserregend ist, dass nur etwa 30% der Führungskräfte der Personalbereiche glauben, dass ihre Teams über die Fähigkeiten verfügen, die Auswirkungen von COVID-19 auf ihre Unternehmen zu analysieren und Prognosen aufstellen zu können. Lediglich 13% fanden es leicht diese Analysen durchzuführen.
  • Außerdem müssen Unternehmen einen Drahtseilakt vollführen, um die wichtigen zusätzlichen personenbezogenen Daten sammeln zu können, ohne dabei die Privatsphäre und Datenschutzrechte ihrer Mitarbeiter zu verletzen. In Europa schränkt die DSGVO die personenbezogenen Informationen ein, die Unternehmen über ihre Mitarbeiter speichern und verarbeiten dürfen. Allerdings bedeutet die Tragweite der Pandemie, dass die Fragen des Managements an die Personalabteilungen mehr und mehr in diese besonders schützenswürdigen Bereiche der Mitarbeiter eingreifen.
"Mit dem Ausbruch der COVID-19-Krise hat sich der Druck auf die Personalabteilungen massiv erhöht. Plötzlich werden sie nach allen möglichen Daten und Antworten gefragt, um strategische Entscheidungen zu unterstützen, bei denen es darum geht, ob in Ihrer Organisation - offengesagt - die Lichter anbleiben oder nicht. Leider helfen den meisten ihre aktuell eingesetzten HR-Systeme überhaupt nicht weiter, da diese nicht darauf ausgelegt sind, derart geschäftskritische Daten zu verwalten, geschweige denn analysieren zu können. Es besteht derzeit also eine enorme Abhängigkeit von Führungskräften und Tabellenkalkulationsprogrammen, um dieses neue tägliche Berichtswesen zu etablieren und nur eine Minderheit verfügt über die Tools, um die zukünftigen Auswirkungen von COVID-19 auf ihre Belegschaften und den laufenden Geschäftsbetrieb zu modellieren."
David Wilson, CEO

LESSONS LEARNED

Wir sehen bereits einige wertvolle Lehren aus dieser Krise. Offensichtlich waren nur extrem wenige Organisationen auf das Ausmaß einer weltweiten Pandemie wie COVID-19 vorbereitet. Die Befragten bestätigten: "es gibt keine Strategie" und aktuell werden die Probleme Tag für Tag neu bewertet und ad-hoc angegangen. Erste Überlegungen zeigen jedoch, dass sich folgendes als hilfreich erweisen könnte:

  • Verbesserung der Self-Service-Funktionen für Mitarbeiter
  • Bereitstellung eines zuverlässigen mobilen Zugriffs auf HR-Systeme
  • Großzügiger, unbürokratischer Umgang mit Richtlinien, sofern gesetzlich zulässig
  • Früh und oft kommunizieren, um Mitarbeiter zu zu informieren und motivieren
  • Daten aus so vielen Quellen wie möglich sammeln, um geschäftskritische Entscheidungen zu unterstützen
  • Erhöhung der Kapazitäten zur Personalplanung

Es ist offensichtlich, dass HR-Teams unter diesen außergewöhnlichen Umständen agil agieren und konstruktiv reagieren müssen, um die Anforderungen des Unternehmens mit den Bedürfnissen ihrer Mitarbeiter in Einklang zu bringen. Wir werden diese Überlegungen und weitere Gedanken zu den unmittelbaren Prioritäten und nächsten Schritten von Personalleitern in unseren vollständigen Bericht einfließen lassen, der Anfang Mai veröffentlicht werden wird.

Über diese Studie

  • Die Fosway Group führte im April 2020 eine Blitzstudie unter den Mitgliedern ihres Corporate Research Networks durch, die sich speziell auf Personalleiter, Führungskräfte in Personalbereichen und HR System-Spezialisten aus Großunternehmen mit Hauptsitz in Europa fokussierte.
  • Die initialen Ergebnisse basieren auf Antworten von 66 Unternehmen und spiegeln unseren Wunsch wider, möglichst zeitnah einen Einblick in die aktuelle Situation anbieten zu können. Als solche sollten die Ergebnisse als Katalysator für Diskussionen und eine weitergehende Reflexion des Themas verwendet werden, und weniger als abschließendes Ergebnis des Einflusses von COVID-19 auf die Personalarbeit verstanden werden.
  • Diese Studie bleibt weiterhin geöffnet. Wir sind weiterhin daran interessiert so viele Erkenntnisse wie möglich zu sammeln, möchten der HR-Community aber bereits zu dieser Zeit einen Einblick anbieten können. Sie können hier an der Studie teilnehmen.